Wissenswertes
Wichtige Infos
Manche unserer Hunde haben in ihrem bisherigen Leben wenig Gutes erlebt. Sie wurden ausgesetzt, schlecht behandelt oder mussten lange auf der Straße ums Überleben kämpfen. Deshalb reagieren einige Hunde anfangs ängstlich oder unsicher gegenüber Menschen, neuen Situationen oder Umweltreizen.
Ein Angsthund braucht vor allem Zeit, Geduld und Verständnis. Mit Ruhe, Sicherheit und liebevoller Führung lernen viele dieser Hunde Schritt für Schritt, Vertrauen aufzubauen und ihr neues Leben zu genießen. Oft sind es gerade diese Hunde, die später eine besonders enge Bindung zu ihren Menschen entwickeln.
Die ersten Tage im neuen Zuhause sind für viele Tiere aufregend und ungewohnt. Neue Menschen, Geräusche, Gerüche und Abläufe müssen erst kennengelernt werden. Geben Sie Ihrem neuen Familienmitglied deshalb Zeit, in Ruhe anzukommen.
Ein geregelter Alltag, feste Ruheplätze und Geduld helfen Ihrem Hund oder Ihrer Katze, Vertrauen aufzubauen. Überfordern Sie das Tier anfangs nicht und erwarten Sie nicht sofort „perfektes“ Verhalten. Mit Liebe, Verständnis und etwas Zeit entsteht Schritt für Schritt eine enge Bindung
Unsere Tiere werden vor ihrer Ausreise tierärztlich untersucht, geimpft, gechippt und – wenn möglich – auf wichtige Krankheiten getestet. Dennoch stammen viele Hunde und Katzen von der Straße oder aus schwierigen Verhältnissen, weshalb manche Krankheiten erst später sichtbar werden können.
Wir informieren unsere Adoptanten stets transparent über bekannte gesundheitliche Besonderheiten. Mit guter medizinischer Versorgung, Fürsorge und regelmäßigen Tierarztbesuchen können viele Tiere ein glückliches und erfülltes Leben führen.
In vielen Regionen Rumäniens landen Straßenhunde in sogenannten Tötungsstationen. Die Zustände dort sind oft erschreckend: Überfüllung, mangelnde Versorgung und fehlende medizinische Betreuung gehören leider häufig zum Alltag. Viele Hunde haben dort kaum eine Chance auf ein sicheres Leben.
Durch unsere Tierschutzarbeit versuchen wir, so viele Tiere wie möglich aus diesen Situationen zu retten und ihnen eine neue Zukunft zu schenken.
Jede Adoption bedeutet für einen Hund oder eine Katze die Chance auf ein Leben in Sicherheit, Liebe und Geborgenheit.
Vielleicht stellst du dir die Frage, warum man einen Hund aus dem Ausland adoptiert, obwohl auch unsere Tierheime häufig voll oder sogar überfüllt sind.
Diese Frage hören wir oft – und sie ist absolut nachvollziehbar. Für uns bedeutet sie vor allem eines: Aufklärung darüber, warum Auslandstierschutz wichtig ist und weshalb sich viele Menschen bewusst dafür entscheiden, einem Hund aus dem Ausland eine Chance zu geben.
In vielen süd- und osteuropäischen Ländern spielt Tierschutz leider noch immer nur eine geringe Rolle. Vor Ort fehlt es oft an Strukturen, finanziellen Mitteln und Unterstützung. Straßenhunde gehören dort vielerorts zum Alltag, und unzählige Tiere leben unter schwierigen Bedingungen oder kämpfen täglich ums Überleben.
Dennoch hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Durch das Engagement vieler Tierschützer, Vereine und Hilfsprojekte – auch aus Deutschland – konnte bereits viel erreicht werden. Besonders wichtig sind dabei Kastrationskampagnen, denn sie sind langfristig der einzige nachhaltige Weg, das Leid der Tiere zu verringern. Auslandstierschutz bedeutet deshalb nicht nur Vermittlung, sondern vor allem Hilfe vor Ort, Aufklärung und Prävention.
Solange sich die Situation in den betroffenen Ländern jedoch nicht grundlegend verändert, sind Vermittlungen nach Deutschland für viele Tiere die einzige Chance auf ein sicheres Leben. Für uns bedeutet das in erster Linie: Leben retten – auch wenn es „nur“ das eines einzelnen Hundes ist. Für dieses Tier bedeutet es alles.
Oft wird Auslandstierschützern vorgeworfen, dass Hunde aus dem Ausland deutschen Tierheimhunden die Vermittlungschancen nehmen würden. Auf den ersten Blick mag dieser Gedanke verständlich erscheinen, doch in der Realität ist die Situation deutlich komplexer. Viele deutsche Tierheime beherbergen große, ältere oder schwer vermittelbare Hunde. Familien suchen jedoch häufig einen kleinen bis mittelgroßen, alltagstauglichen Begleiter. Wer keinen passenden Hund findet, entscheidet sich deshalb nicht automatisch für einen anderen Tierheimhund.
Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen bewusst darauf verzichten möchten, einen Hund beim Züchter oder gar beim Händler zu kaufen. Statt die weitere „Produktion“ von Hunden zu unterstützen, möchten sie lieber einem bereits existierenden Tier eine zweite Chance schenken – unabhängig davon, ob dieses Tier aus Deutschland, Spanien, Rumänien oder einem anderen Land stammt.
Am Ende sollte nicht die Herkunft eines Hundes entscheiden, sondern die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und einem Tier ein liebevolles Zuhause zu schenken.
Tierschutz kennt keine Landesgrenzen !